Update zum Allee-Center Song-Contest: Drama um Roswitha

Über den rasanten Aufstieg der Roswitha Heidler in diesem Sommer habe ich in diesem Blog ja schon berichtet. Und nun war es soweit: Dank der vielen Klicks der fleißigen Voter und jeder Menge Publicity durch die fleißigen Supporter hat es Rosi, angetreten als absoluter Underdog, tatsächlich in die Endrunde des Song Contest geschafft. Die Endrunde bestand aus zwei Halbfinals, aus denen aus jeweils sieben qualifizierten Teilnehmern die besten drei für das Finale am heutigen Samstag gewählt wurden. Die Aufregung unter den Fans war natürlich groß. Endlich würden sie ihr Idol live auf der Bühne bestaunen können. Doch dann plötzlich Getuschel im Publikum. Irgendetwas stimmte nicht. Gerüchte machten die Runde, Rosi würde ihren Auftritt platzen lassen. Große Aufregung. Endlich war es soweit: Rosi war dran. Sie bekam ihre Ansage und dann der Schock: Der armen Rosi war der ganze Rummel einfach viel zu viel. Rosi bat um Verständnis, dass sie nicht live auf der Bühne stehen könne, weshalb nur ein Video ihres Songs eingespielt wurde. Das war die Disqualifikation. Der sichere Finalplatz weg! Natürlich haben wir Verständnis für die liebe Rosi. Die große Bühne, die vielen Fans, das Publikum. Rosi wurde ihr Erfolg einfach zu viel. Möchte sie doch viel lieber zu Haus ohne Trubel fleißig weiter komponieren.

Diesen Sommer wird Rosi sicher nicht so schnell vergessen. Sie wird mit großer Sicherheit in jeder Magdeburger Chronik erwähnt werden. Rosi, du hast uns nicht enttäuscht!

Ob sie ihre Karriere fortsetzt, ließ sie offen.

Und zum Schluß: Rosis Beitrag am Donnerstag im Allee-Center. Vielen Dank fürs filmen und hochladen!

Roswitha Heidler mit “Titel 01″

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Marketingliteratur im Überblick

Heute mal wieder ein wenig Theorie: Ich habe heute ein interessantes Fundstück im Internet entdeckt. Das Portal managementbuch.de hat eine schöne Übersicht der (ihrer Meinung nach) besten Marketingbücher erstellt. Managementbuch.de ist ein Onlineshop für Fachliteratur aus dem Bereich Wirtschaft. Relevante Bücher werden hier bewertet und vorgestellt. Ich selber habe noch keine Erfahrung mit diesem Portal.

Auffällig ist, dass die Buchempfehlung die komplette Bandbreite des Marketing umfasst. Man findet allgemeine Werke, sowohl zum Online- als auch zum Offlinemarketing. Ebenso sind Bücher mit speziellen Themen zu einzelnen Bereichen vertreten, z. B. E-Mail Marketing, Viral Marketing, Guerilla Marketing oder Social Media. Es sollte also für jeden was dabei sein. Auch die in diesem Blog bereits erwähnten Philip Kotler und Jay Conrad Levinson sind vertreten. Ich persönlich habe bis jetzt zwei Bücher aus dieser Liste gelesen. Eine Meinung kann ich teilen: wer die Bibel des Marketing sucht, ist bei Kotlers „Marketing-Management“ an der richtigen Adresse. Selten ein so ausführliches Buch mit etlichen Praxisbeispielen gesehen. Es ist auch nicht verwunderlich, dass Kotler, als Godfather of Marketing, mit seinem neusten Buch ganz oben in der Siegerliste steht.

Also, dies nur mal für Interessierte.

Hier nochmal der Link: Übersicht Marketingliteratur

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Social Media in Magdeburger Unternehmen – Schuberth GmbH

Ich habe mich diesmal auf die Suche nach Kandidaten aus meiner Heimat Magdeburg gemacht, die erfolgreich mit Social Media arbeiten. Es ist kein Geheimnis, dass die Social Media Aktivitäten der Stadt selber mehr schlecht als recht betrieben werden. Ich habe mich daher gefragt, wie es denn mit den Unternehmen innerhalb Magdeburgs aussieht. Schnell bin ich fündig geworden. Ja, Magdeburg beherbergt durchaus auch Global Player, die wissen, wie Social Media funktioniert. Besagtes Unternehmen ist der Helmfabrikant Schuberth. Die Schuberth GmbH ist ein renommiertes Unternehmen, das Schutzbekleidung für den Kopf in allen Bereichen des Lebens herstellt. Besonders berühmt ist Schuberth für seine Aktivitäten im Motorsport, wo absolute Topathleten wie Michael Schumacher, Nico Rosberg, Fernando Alonso oder Felipe Massa ausgestattet werden. Genau das macht die Marke für viele Fans interessant und bietet viel Potential für Social Media Aktivitäten. Grade Motorsportfans sind sehr loyal, interessieren sich für viele Dinge rund um ihre Passion und sind auch bereit, dafür Geld auszugeben.

Fangen wir an beim Blog. Schuberth betreibt ein eigenes Firmenblog. Hier erfahren die Fans z. B., was hinter den Kulissen ihrer Lieblingssportart passiert. Diese Hintergrundinformationen werden von den Fans sicher interessiert gelesen und helfen, eine positive Verbindung zwischen Fan und Unternehmen entstehen zu lassen. Man wird zudem stets transparent über den neusten Entwicklungsstand oder Trends informiert. Man erfährt, wie Rennsporttechnologie für die Straße genutzt wird. Besonders der Sicherheitsaspekt spielt für Motorradfahrer oder (Hobby)Rennfahrer bei der Helmwahl eine nicht unerhebliche Rolle. So ist positiv zu bemerken, dass z. b. der schwere Unfall von Felipe Massa 2009 in Budapest bei Schuberth (zwar nicht Blog aber auf der Webseite) thematisiert wird und genau erläutert wird, was passiert ist und wie der Helm dabei wirkte. Solche Informationen sind nicht nur für Fans, sondern besonders für Kunden interessant. Schuberth nutzt die hier Möglichkeiten, aus Fans Kunden zu machen.

Neben dem Blog existieren auch eine Fanseite auf Facebook, sowie ein Twitterprofil. Die Blogeinträge sind ja eher zusammenfassende Berichte. Facebook und Twitter bieten die Möglichkeit die Motorsportfans live und in Echtzeit mit vielen interessanten Informationen und Bildern zu versorgen und etwas mehr ins Detail zu gehen. Des Weiteren werden diese Marketingkanäle nicht als „Einbahnstraße“ (Zitat: Jacqueline Strauß) genutzt, sondern es wird intensiv mit dem Kunden kommuniziert. Hier existiert eine echte Interaktion. Die Nutzer haben die Möglichkeit, sowohl via Twitter, als auch via Facebook Anfragen zu den Produkten zu stellen, welche direkt (mehrsprachig) beantwortet werden. Das schafft Vertrauen und fördert die Kundenloyalität, woraus Kundenbindung resultieren kann.

Die Schuberth GmbH ist ein Beispiel, wie einfach es eigentlich sein kann. Schuberth ist mehr als nur Produzent eines qualitativ hochwertigen Produktes. Neben dem eigentlichen Produkt “Schutzhelm”, schafft es Schuberth auch Merchandising-Artikel anzubieten und zu vermarkten. Wir haben hier ein schönes Beispiel, dass zeigt, dass die Qualität aller Dimensionen des Marketings der Produktqualität entsprechen sollten.

Falls ihr weitere positive Beispiele (speziell aus Magdeburg) habt, würde ich mich freuen, wenn ihr sie hier posten würdet.

UPDATE

Da hab ich doch glatt was unterschlagen: Schuberth verfügt (natürlich) auch über einen YouTube Channel und ist mit einem sehr beeindruckenden Account bei Flickr vertreten. Die Sahnehäubchen für die Fans.

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Mietwagen gesucht?

Gestern klingelte das Telefon. Eine unbekannte Magdeburger Rufnummer stand auf dem Display. Ich nahm ab und das folgende Gespräch verlief dann so:

Ich: “Maue.”
Anruferin: “Enterprise autovermietung Magdeburg. Ich wollte fragen ob Sie Bedarf an einem Mietwagen haben.”
Ich: “Nein, ich brauche keinen Mietwagen.”
Anruferin: “Danke, auf wiederhören.”

Das wars. Nicht mehr und nicht weniger.

Keine Ahnung wieviel solcher Anrufe die Dame jeden Tag führt, allerdings gibt es meiner Meinung nach bedeutend erfolgversprechendere Marketingmethoden als per telefonischer Kaltakquise Kunden für ein Mietwagenunternehmen zu gewinnen. Autovermietung ist ein leicht zu vergleichendes Produkt, da geht es eigentlich nur über den Preis.

Es ist auch zweifelhaft ob es Sinn macht kleine Firmen wie mich anzurufen, die wenn überhaupt nur ab und an mal eine Auto benötigen. Da wäre es wohl zweckdienlicher größere Firmen zu kontaktieren, wenn man denn schon diesen Weg der Akquise gehen will.

Andererseits findet man bei der Suche nach “Autovermietung Magdeburg” lediglich im Bereich der bezahlten Suche entsprechende Anzeigen von enterprise. Die werden aber nur von ca. 15 % der Suchmaschinennutzer angeklickt. In den organischen Suchergebnissen taucht die Enterprise Autovermietung auf den ersten drei Ergebnisseiten nicht auf.

Dazu kommt noch der Nachteil, daß Enterprise im direkten Endkundengeschäft keinen wirklichen Namen bisher hat und wohl eher über Großkunden wie Versicherungen Geschäft generiert.

Neben dem nur stiefmütterlich behandelten Onlinemarketing, sollte man vielleicht eher GEZIELTE Mailings versenden, dann aber wirklich nur an ausgewählte Firmen und mit direkter Ansprache des jeweils Verantwortlichen, also kein Massenmailing.

Mich würde ernsthaft interessieren, wieviel Fahrzeuge über den bisher gewählten Weg wirklich zusätzlich vermietet werden, doch viele werden es wohl nicht sein. Schade, daß ich das wohl nie erfahren werde…

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Zielgruppe verfehlt

In der Innenstadt sah ich dieser Tage folgenden Kundenstopper vor einem Sportgeschäft stehen:

Kundenstopper

Auf den ersten Blick nichts außergewöhnliches, doch stop: wer wird dort angesprochen?

Achtung Erstklässler! steht da in roter Schrift. Beworben wird dort ein Rabatt zur Einschulung. Einschulung, Erstklässler – da war doch was?

Genau, die Kids, die in den nächsten Wochen erstmalig in die Schule müssen, können noch gar nicht lesen. Die angesprochene Zielgruppe wird also gar nicht erreicht. Doch das ist noch nicht alles. Mal angenommen die Kids könnten bereits lesen, wären sie selbst dann der falsche Ansprechpartner. Erstens wird ein Sechsjähriger sicherlich keine Sportkleidung kaufen, zweitens dürfte er das auch gar nicht. Die beworbenen Produkte fallen nämlich definitiv nicht mehr unter den “Taschengeldparagraphen” (§110 BGB).

Die eigentliche Zielgruppe für die Produkte des Einzelhändlers sind eben nicht die kleinen Steppkes, sondern deren Eltern und Großeltern. Selbige haben das Geld in der Tasche und geben es aus. Als Elternteil würde ich mich aber von einer Anrede wie “Achtung Erstklässler!” alles andere als angesprochen fühlen.

Also aufgepaßt bei der Erstellung solcher Kundenstopper: nicht immer ist der Nutzer der Produkte auch der, der sie kauft.

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Wenn das Hungergefühl ausbleibt

Die Mittagszeit rückt näher und das Hungergefühl steigt. Nur was ißt man heute, welcher Lieferservice darf heute sein Können unter Beweis stellen? Lieferdienste für Pizza und andere Speisen gibt es in jeder Stadt und der Konkurrenzkampf ist teilweise alles andere als sanft.

Einen Flyer einer mir bis dato nicht bekannten Pizzeria fand ich dieser Tage in meinem Briefkasten und er brachte mich auf die Idee selbigen mal aus marketingtechnischer Sicht zu betrachten. Schauen wir uns den Flyer einmal etwas näher an:

Pizzeria Flyer Vorderseite

Schon die Vorderseite des kleines Flyers sorgt für Irritationen. Während oben eine Pizza abgebildet ist und drunter etwas von Pizzeria steht, sieht man ganz unten eine URL die www.dönersuppe.de lautet. Was denn nun: Pizza, Döner oder Suppe oder vielleicht sogar alles?

Der Hinweis auf die Facebook-Gruppe ist ja schön, doch warum wird da nicht auch eine URL dazu angegeben, meinetwegen auch eine Kurz-URL? Ich versteh auch nicht warum eine Gruppe gegründet wurde und keine Fanpage angelegt wurde, hätte ich für bedeutend sinnvoller gehalten.

Doch werfen wir erstmal einen Blick auf die Rückseite des Flyers:

Pizzeria Flyer Rückseite

Eine schnöde Tabelle weist diverse Pizzen und andere Dinge auf. Fotos – Fehlanzeige? Der potentielle Kunde soll seine Phantasie walten lassen wenn er wissen möchte wie seine Wunschpizza wohl aussehen mag. Weiteres interessantes Merkmal sind übrigens die Bestellnummern, denn die sind nicht fortlaufend vergeben, sodaß davon auszugehen ist, daß es weitere Produkte gibt, die aber nicht auf dem Flyer separat verzeichnet sind. Warum nicht?

Vergleicht man diesen Flyer mit denen einiger Mitbewerber, so erkennt man Unterschiede wie Tag und Nacht. Nichts läßt mir bei diesem hier vorgestellten Flyer das Wasser im Munde zusammenlaufen. Nichts führt dazu, daß ich schnell zum Telefonhörer greifen und meine Bestellung aufgeben will. Der Flyer hätte in Bezug auf seine Einfachheit auch von einem Beerdigungsinstitut stammen können. Es fehlen eindeutig die Fotos der angebotenen Speisen. Die kleine Schrift auf dem Flyer ist für Personen die nicht mehr so gut gucken können auch alles andere als optimal.

Fazit: Wer also in dieser Branche Erfolg haben möchte, der muß sich richtig verkaufen. Ein großer Flyer mit Bildern der Speisen gehört da eindeutig dazu, ebenso eine ansprechende Webseite die es mir ermöglicht meine Bestellung online aufzugeben. Die hier auf dem Flyer angegebene Webseite wird diesem Anspruch alles andere als gerecht. In Orten wo man der einzige Anbieter ist, mögen der Flyer und die Webseite in der hier vorgestellten Form sicher ausreichen, doch sobald eine entsprechende Zahl an Mitbewerbern vorhanden ist, sieht das ganz anders aus.

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Roswitha und das Viral Marketing

Seit gestern hat auch Magdeburg seine eigene kleine Viral-Marketing-Kampagne. Durch die Macher von Magdeburg Halt (die mit ihrem Projekt Magdeburg Halt sowieso schon eine klasse Kampagne am Start haben) bin ich auf den Allee-Center Song Contest gestoßen, einem Wettbewerb des Allee-Center Magdeburg, bei dem Künstler ihre Songs zum Voting einreichen können. Unter den mehr oder minder professionellen Darbietungen, befindet sich auch Roswitha Heidler, die in Magdeburger-Lied-Manier einen Evergreen hin schmettert, dass einem der Atem stockt. Roswithas Werk, am heimischen PC aufgenommen, sticht klar aus den anderen Songs heraus und es entwickelt sich momentan eine kleine Fangemeinde im Internet. Ist die Social-Media-Walze einmal in Gange, stoppt die so leicht keiner. Als ich gestern meine Stimme für Roswitha abgab, lag sie auf dem vorletzten Rang elf. Mittlerweile hat sie ihre eigene Facebook-Fanpage, die in wenigen Stunden stolze 69 Fans gesammelt hat (Stand: 28.07.2011, 08:05 Uhr). Klar, die Zahl ist bescheiden, aber wir reden hier ja auch von einem Songcontest des Magdeburger Allee-Centers. Gemessen an der Zahl der Voting-Teilnehmer ist das sicher ein relativ guter Wert. Immerhin liegt Roswitha im Ranking schon auf Platz Drei, nachdem sie letzte Nacht schon sagenhaft auf die Pole-Position geschossen war. Jedenfalls erfreut sich Roswitha auf Twitter und Facebook und nicht zu Letzt dank Blog-Beiträgen wie diesem recht großer Beliebtheit. Das Allee-Center Magdeburg freut sich über gute Publicity. So gesehen verhilft Roswitha dieser Aktion zu einem Erfolg, mit dem das Allee-Center so sicher nicht gerechnet hat. Klar, nichts Genaues weiß man noch nicht: Was aus Roswithas Beitrag wird, steht in den Sternen. Jedenfalls bekommt das Allee-Center durch Roswithas Magdeburger Fangemeinde gute Aufmerksamkeit. Wenn sie clever sind, nutzen sie Roswitha für zukünftige Kampagnen, egal ob sie im Songcontest erste wird oder nicht. Ein echteres (kann man das Wort „echt“ deklinieren?) Testimonial als Roswitha (ein Magdeburger Original) kann man wohl kaum finden. Das zeigt, wie schnell sich dank des Web 2.0 coole Sachen verbreiten.

Ob Roswitha schon von ihrem „Glück“ weiß? Nicht, dass die Gute beim Blick auf das Ranking aus dem Sessel fällt. „Shopping im Allee, Allee, Allee, Allee“ ist jedenfalls ein echter Ohrwurm und hat Kultpotential. Schon jetzt sind im Internet einige Remixe zu finden.

So, liebes Allee-Center, die Magdeburger Fangemeinde gibt dir die Vorlage, jetzt bist du dran. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Geschichte um Roswitha weiterentwickelt.
Roswitha, du bist eine von uns. Ottostadt, Roswithastadt Magdeburg.

Und zum Schluss das wichtigste: Nicht vergessen zu voten: Hier geht’s zum Voting (Roswithas Lied ist auf Position 20). Ich geh jetzt shoppen ins Allee-Center.

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The QR-Code Haircut

Heute bin ich wieder auf ein sehr schönes Fundstück im Internet aufmerksam geworden, dass zeigt, wie Marketer innovativ und auffällig kommunizieren können. Eine Kommunikationsform, die sich in Zeiten des mobilen Internets immer größerer Beliebtheit erfreut, sind QR-Codes.

Comic Tutorial

QR steht für “Quick Response”. QR-Codes bieten die Möglichkeit, große Datenmengen zu verschlüsseln. Mittels einem Scanner kann der Code via Smartphone oder anderen mobilen Geräte gelesen und entschlüsselt werden. Hier das Fundstück, das zeigt, wie ein QR-Code höchst effektiv platziert werden kann:

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Social Media. Heute: Listerine

Lang nichts passiert hier oder? Dafür soll es jetzt wieder los gehen. Eine Menge Dinge sprudeln in meinem Kopf, die ich hier los werden möchte. Heute geht es erstmal kurz und knapp los:
Thema ist ein positives Beispiel (zumindest ein halbes Positives, später mehr, warum…) aus dem Bereich Social Media, von dem ich berichten möchte. Per Zufall bin heute auf den YouTube-Channel von Listerine UK gestoßen. Die innovative Gestaltung der Seite hat mich schonmal positiv überrascht. Total witzige Clips werden dort auf ebenso lustige Weise präsentiert. Die Gestaltung der Seite und der Clips packen Gucker und animieren auf jeden Fall zum weitergucken. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer ist hier ziemlich sicher.

Aufgrund des YouTube-Channels begab ich mich direkt auf die Suche nach weiteren Aktivitäten auf Twitter und Facebook, da ich dachte, dass die ähnlich gut sind. Pustekuchen. Auf der etwas konservativer gestalteten Homepage gab es keinerlei Hinweise auf weitere Aktivitäten.

Macht nix! Die Clips sind trotzdem klasse. Auch wenn man nicht gleich los rennt und Listerine kauft, so achtet man vielleicht jetzt doch etwas mehr darauf, was man seinen Zähnen zumutet.

Hier gehts zum Listerine-Channel

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Guerilla Marketing – Der Kampf David gegen Goliath

Auf den heutigen Märkten sind zwei Trends zu beobachten: Zum Einen ist das ein Information-Overkill. Wir sind einer schier unendlich scheinenden Masse an Werbebotschaften und Informationen ausgesetzt, die kaum noch wahrgenommen, geschweige denn verarbeitet werden. Konsumenten sind genervt von Werbung. Zum Anderen tritt der Effekt der Kommodifizierung auf. Kommodifizierung bedeutet, dass die Märkte heute sehr gesättigt sind, Produkte immer ähnlicher und austauschbarer werden. Alleinstellungsmerkmale schwinden und es wird nur noch versucht, sich über den Preis oder die Kommunikation zu differenzieren. Wie also setzt man sich als kleines Unternehmen in solchen Branchen gegen die Big Player durch, die mit Marketing Budgets im dreistelligen Millionenbereich arbeiten?

Die Antwort: Guerilla Marketing. Doch was beinhaltet Guerilla Marketing überhaupt? Guerilla ist die Verkleinerungsform des spanischen Wortes „guerra“, welches Krieg bedeutet. Wir sprechen also von einem „Kleinkrieg“. Es gibt unterschiedliche Definitionen und Ansichten, was Guerilla Marketing angeht. Ich möchte an dieser Stelle Jay Conrad Levinson zitieren, der als Begründer des Guerilla-Marketing gilt: „Guerilla Marketing is a body of unconventional ways of pursuing conventional goals. It is a proven method of achieving profits with minimum money“ (Guerilla Marketing ist eine unkonventionelle Art der Zielverwirklichung. Die Generierung von Gewinnen basiert auf einem minimalen Geldeinsatz). Das bedeutet also: Will ich in der Masse wahrgenommen werden, muss ich unkonventionelle Wege gehen. Unkonventionalität und Kreativität sind der Kern einer jeden Guerilla-Strategie. Darüber hinaus sollten Guerilla Marketer schnell, überraschend, flexibel, untypisch und einfach auffallend sein.

Guerilla Marketing wird meist auf die Nutzung als Kommunikationsinstrument reduziert. Es kann jedoch auch als komplette Marketingstrategie betrachtet werden, da es in allen Bereichen des Marketing-Mix Anwendungsmöglichkeiten gibt. Beispiele aus der Praxis gibt es hier genug. Die dänische Brauerei Royal Unibrew entschied sich, in den deutschen Biermarkt einzutreten, einem aus Anbietersicht schwierigsten und zersplittertesten Märkte überhaupt. Für die Marke „Faxe“ plante man eine gezielte Produktpolitik: das Bier wird in eher ungewöhnlichen 1-Liter-Dosen verkauft. Man schaffte so den Einstieg in einen relativ komplizierten Markt und erreichte eine gewisse Popularität.
Eine meiner Lieblingsaktionen aus dem Bereich der Preispolitik ist die des Windelherstellers Drypers, da sie ein weiteres Merkmal des Guerilla Marketings verdeutlicht: Guerilla Aktionen sollten möglichst nicht angreifbar sein, der Guerilla Kämpfer ist immer der Angreifer. Mit einer Billigpreisstrategie sollte Branchenprimus Procter & Gamble angegriffen werden. P & G reagierte und lockte mit einer Couponaktion, die einen empfindlichen Preisnachlass beim Kauf ihrer Windeln versprach. Drypers antwortete sofort und ermöglichte den Kunden, die P & G Coupons auch beim Kauf der ihrer Windeln einzulösen – mit Erfolg. Ein tolles Beispiel, welches zeigt, dass Guerillas schnell und flexibel auf aktuelle Ereignisse reagieren müssen.

Den größten Gestaltungsspielraum beim Guerilla Marketing gibt es dann aber doch im Bereich der Kommunikationspolitik. Das belegen viele klasse Beispiele aus der Praxis, die ich auch hier nicht vorenthalten möchte. Welche Möglichkeiten gibt es innerhalb der Kommunikationspolitik?

Sensation Marketing

Sensation Marketing ist das, was meiner Vorstellung von Guerilla Marketing am nächsten kommt. Man kann beide Begriffe als Synonym verwenden. Es handelt sich hier um besonders spektakuläre, auffällige und witzige Aktionen. Zeitpunkt und Ort sind hier wichtige Erfolgsfaktoren. Beides muss bewusst ausgewählt werden und stimmen, denn Sensation Marketing ist besonders eines: einmalig und damit nicht beliebig oft durchführbar. Der Autovermietung Sixt gelingt es immer wieder mit solchen Aktionen in den Fokus der Kunden zu kommen. Neuster Coup: Der witzige Auftritt eines Kleinwüchsigen: Sixt Flughafen Coup!

Weitere Beispiele:
Tarantino

Nike

Coffee

Viral Marketing

Beim Viral Marketing handelt es sich um Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Verbreitung einer Botschaft ist on- und offline möglich. Netzwerke wie Facebook oder Twitter verstärken den Viral-Marketing-Effekt. Individuen sind hier Empfänger und Verbreiter einer Botschaft zu gleich. Ist die Viral-Maschinerie erst einmal richtig angelaufen, potenziert sich die Anzahl der Empfänger und Verbreiter sehr schnell. Voraussetzung für eine Weiterreichung oder Weiterempfehlung ist ein relativ einzigartiges und gut inszeniertes Angebot. Auch besonders gut gelungene Sensation-Aktionen verbreiten sich insbes. über das Internet sehr gut, was gewissermaßen doch einen kleinen Wiederholungseffekt auslöst. Ein Beispiel für gelungenes Viral Marketing sind die im Vorfeld zum Filmprojekt „The Blair Witch Project“ veröffentlichen und via Mund-zu-Mund-Propaganda verbreiteten Geschichten. Die Macher genossen hier einen enormen kostenlosen Werbeeffekt. Berichten über die Individuen hinaus auch noch Medien, ist das der Jackpot für jeden Marketer.

Ambient Marketing

Beim Ambient Marketing versucht man, Werbung nicht mehr als störend wirken zu lassen. Sie soll unauffällig in das tägliche Leben der Empfänger einfließen und in deren direkten Umfeld wirken. Es handelt sich hier um eine jüngere Form der Werbung. Wir kommen häufig mit Ambient Marketing in Kontakt, bspw. in der Gastronomie, in Fitnesscentern oder bei Zapfsäulen von Tankstellen.

Flughafen

bar

Ambush Marketing

Ambush Marketing ist eine sehr umstrittene Form der Kommunikation. Es handelt sich hier um eine Form des Trittbrettfahrer-Verhaltens, was rechtlich nicht immer ganz unbedenklich ist. Gut durchdacht können aber die witzigsten Aktionen entstehen. Ausgangspunkt für Ambush Marketing sind Großereignisse und Events, die ein großes Interesse und damit eine große Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Vornehmlich sind das große Sportveranstaltungen, wie die olympischen Spiele und oder Fußballweltmeisterschaften. Sponsoringverträge sind hier sehr teuer und werden recht exklusiv vergeben. Der (Ambush)Werbende wird daher auch als Parasit oder Schmarotzer bezeichnet, da er die Aufmerksamkeit des Großevents im Gegensatz zu den Sponsoren kostenlos ausnutzt. Die Produkte werden trotz fehlender Verträge mit dem Event in Verbindung gebracht. Procter & Gamble produzierten anlässlich des jährlich statt findenden Tennisturniers in Wimbledon eine spezielle Sonderedition der Dosen ihrer Chipsmarke Pringles.

pringles

Besondere Berühmtheit erlangte auch die “Go-Heinrich-Go“ Kampagne des Sportartikelausrüsters Nike, bei der das Testimonial Heinrich anlässlich des Berliner Marathons komplett von Nike ausgestattet und medienwirksam (u. a. durch Plakate) in Szene gesetzt wurde. Offizieller Sponsor war übrigens Adidas.

Kampagnen dieser Art müssen auch deshalb gut druch geführt werden, damit auf Grund des Schmarotzerverhaltens keine Schädigung des Markenimage entsteht.

Erfolgreich umgesetzt ist Guerilla Marketing also ein wirksamer Weg, den langweiligen und trägen Mechanismen der Werbung aus dem Weg zu gehen. Auch in übersättigen Märkten ist eine profitable Positionierung möglich. Und das alles muss nicht teuer sein, im Gegenteil. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Selbst große, etablierte Unternehmen nutzen heute Guerilla Marketing.

Besonders erwähnen möchte ich zum Abschluss auch Thorsten Schulte (Thorsten Schulte auf Twitter), der eine ständige Quelle toller Guerilla Aktionen ist, die mich für diesen Beitrag sehr inspiriert haben.

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